So viele Eindrücke!

Hallo ihr Lieben!

Mal wieder ist es ein.. eetwas längerer Post geworden, deswegen hier wieder eine kleine Zusammenfassung:

Wenn ihr auf WEITERLESEN klickt, könnt ihr danach einfach auf die verschiedenen Punkte klicken und so zu dem Absatz springen, der euch interessiert.

Einführung

(nach oben)
Das gibt‘s nicht! Gerade eben sind wir bei der Hilfsorganisation „Island Trust“ angekommen. Der Moment, auf den wir uns 6 Monate lang vorbereitet und hingefiebert haben, ist endlich da. Irgendwie ein komisches Gefühl. Ich glaube, so richtig realisiert haben wir das beide noch nicht.

Tim und Ich sitzen grade in dem Zimmer, dass wir für die nächsten 3 Monate unser eigen nennen werden können. Tim schläft bereits, der Arme ist ein bisschen am kränkeln und ruht sich jetzt schon aus, nachdem ich ihn zuvor vollgedröhnt hatte mit einer riesigen Anzahl von Pillen aus meiner monströsen Reiseapotheke, die meine Mutter mich gezwungen hatte mitzunehmen.. „Sonst kommst du mir nicht aus dem Haus!“, höre ich sie grade noch sagen.. Hehe, Mütter haben wohl doch manchmal Recht mit ihrer Überbesorgtheit.

Ich sollte mich grade eigentlich auch ausruhen und vielleicht auch mal duschen. Ich bin totmüde, meine Kleidung habe ich seit gestern morgen nicht mehr gewechselt und mein ehemaliges Augen-Makeup hat sich schon vor Stunden von meinen Augen verabschiedet und hängt mir gefühlt schon an den Füßen. Aber Ich bin grade viel zu aufgebracht, um schlafen zu können. Alles ist so aufregend!

Aber erstmal von Anfang, erlaubt mir euch kurz auf den neuesten Stand der Dinge zu bringen:

Die erste Nacht im Kinderheim

(nach oben)
Nachdem wir in Chennai eine Nacht verbracht hatten, sagte uns Father Roy, dass wir zu einem Kinderheim etwa 200 Kilometer von Chennai gebracht werden würden und dort ein paar weitere Tage zur Eingewöhnung verbringen könnten. Wir kamen abends bei dem Kinderheim an, wo uns dann direkt ein deftiges Abendessen aufgetischt wurde. Und wenn Ich deftig sage, dann meine ich DEFTIG. Die Sache ist die, in Indien gilt es als höchst beleidigend gegenüber Koch oder Köchin, wenn man keine zweite, dritte, vierte und fünfte Portion annimmt und isst. Also sitzen Tim und Ich nun da und uns wird Portion nach Portion nach Portion aufgetischt und wir können eigentlich schon seit der zweiten Portion nicht mehr und sind mittlerweile bei der vierten angelangt, aber wollen und können eigentlich auch nicht nein sagen, um nicht schon bei unserer ersten Nacht dort einen verdammt schlechten Eindruck zu hinterlassen! Also kämpfen und kämpfen wir gegen den vollen Magen an und reden ihm gut zu. Komm schon, nur noch eine Handvoll Nudeln! Bitte!
Tim guckt mich grinsend an und sagt: „Ich kann nicht mehr.“ „Ich kann schon seit einer halben Stunde nicht mehr!“ „Der Topf ist noch halb voll, wie um alles in der Welt sollen wir das bitte schaffen?!“ ich antworte, auch grinsend sodass unsere Gastgeber nichts von unserem eigentlichem Gesprächsinhalt und überfülltem Magen erahnen, „Keinen blassen Schimmer!“,grinsen unsere Gastgeber noch einmal an, und essen dann weiter. Was sonst.
Irgendwann ist es dann aber doch irgendwie geschafft, die Köchin ist glücklich, wir kurz vorm abrecken aber auch glücklich, dass wir es geschafft haben, sie so zum Strahlen zu bringen. Guter erster Eindruck? Check.

Ohne Worte

Am nächsten Tag werden wir von lauten Geräuschen auf dem Hof geweckt, beziehungsweise Adriana wird von lauten Geräuschen geweckt und ich werde von Adrianas komplett übermüdeter Visage und dem Satz „Tim es ist Pongal! Heute ist bestimmt eine große Feier den ganzen Tag!“. Ich schaue verschlafen auf die Uhr. 5 Uhr morgens. 2 Stunden Schlaf. Juhu.
Ich gehe runter und frage die Kinder, ob Adriana eine Sari-Wickelhilfe bekommen könnte und sofort bringen mir die Kinder einen Stuhl. „Sit down, Brother. Sit down!“. Die Kinder holen die Köchin, die Adriana dann den Sari anlegt (mindestens eine halbe Stunde). „Sie hat das irgendwie da rum gewickelt, dann ein bisschen gefaltet, dann um die Hüfte, dann hier oben rum, irgendwie nochmal gefaltet und dann war sie fertig.“ … 😀
Später, als die Kinder uns schon als Spielpartner mit ein bisschen Autorität akzeptiert haben und fleißig dabei sind Gitarre und Ukulele zu malträtieren (aber weil sie sooo süß und lieb sind, können wir es ihnen einfach nicht abschlagen!), kommt Mister Rosario, unser Gastgeber und Gründer der Organisation und fragt uns verwundert, warum wir denn schon wach wären. Wir müssen doch völlig ausgelaugt und gejetlagt sein. Ich schaue Adriana böse an und sie lacht entschuldigend 😀

... oder Kinder am Gitarre malträtieren
Die Kinder haben Spaß … die Gitarre nicht

Mr. Rosarios Arbeit und das Kastensystem

(nach oben)
„Was? Ich dachte halt wir müssten früh aufstehen weil es ein Feiertag ist und wir uns fertigmachen müssten!..oder so!“, verteidige ich mich. Wollte ja nur unseren hart ergessenen guten ersten Eindruck von letzter Nacht nicht gleich wieder durch Verschlafen beschädigen.. wohl vielleicht doch etwas zu eifrig gewesen:D Was man auch noch drei Tage später an unseren unfassbaren Augenringen sehen wird. (Sie gehen immernoch nicht weg!:D )
Mister Rosario lädt uns ein in sein Büro und erzählt uns erstmal, was eigentlich hier los ist. Woher die ganzen Kinder kommen und was seine Organisation eigentlich alles so anstellt. Zuallererst hat er uns aber mal dieses berühmt-berüchtigte Kastensystem Indiens etwas genauer erklärt, und ich werde es nun auch versuchen so kurz wie möglich zusammenfassend zu erklären:
Lasst uns mit der Entstehungsgeschichte des Kastensystems beginnen, so versteht man es glaube ich am besten:
..wer sich nun an dieser Stelle denkt: „Oh Gott, darauf habe ich jetzt überhaupt keine Bock!“, der kann auch zu der fettgedruckten Zeile etwas weiter unten springen:D Das allerallernötigste erfährt man auch da.

Vor etwa 3000 Jahren ist die Volksgruppe der sog. Arier aus Zentralasien in Indien eingefallen. Diese haben, um ihre Herrschaft über die indigene Bevölkerung zu festigen und die Bevölkerung zu kontrollieren, den Mythos des Kastensystems eingeführt:
Vor langer Zeit hat der Gott der Schöpfung namens Brahma die Menschen erschaffen. Dazu nahm er seinen Körper und benutzte die verschiedenen Körperteile, um vier verschiedene Kategorien/Kasten Mensch zu schaffen:
Die erste Kaste erschuf er aus seinem Kopf, diese sollten die Intellektuellen der Gesellschaft und Priester sein, die Verbindung zwischen Gott und Menschen sichern. Er nannte sie Brahmins.
Dann erschuf er die zweite Kaste aus seinen Schultern und Armen. Diese sollten Adelige, Herrscher, Kriegsherren und Krieger sein. Sie wurden Kshatriyas gennant.
Dann wurde die dritte Kaste namens Vaishyas, aus dem Bauch des großen Brahma geschaffen. Diese Menschen sollten Handelsleute, Landbesitzer oder Fabrikbesitzer sein.
Die vierte Kaste, die Sudras, wurde aus den Beinen und Füßen des Brahmas geschaffen und bestand aus Handwerkern, Bauern und Arbeitern.
Nun war Brahma sehr glücklich über seine neu erschaffenen Menschen, aber auch etwas müde und ging deshalb spazieren. Beim spazieren fiel etwas Staub von seinen Füßen, woraus die fünfte und letzte Kaste entstand; die Dalits, auch genannt Unberührbare. Diese Menschen wurden als die „Unberührbaren“ beschrieben, da sie die dreckigsten Arbeiten verrichten mussten. Sie vergruben zum Beispiel Tierkadaver, arbeiteten mit dem Abwasser oder bearbeiteten Tierhäute.
Wenn es irgendeine Art von Widerspruch gegen das System gab, wurde der Wille Gottes als Rechtfertigung herangezogen. Und wer kann denn schon was gegen Gottes Wille sagen?

Soweit die Entstehungsgeschichte des Kastensystems. (Willkommen zurück, Faule der Schöpfung!)

Das Kastensystem beschreibt also eine Aufteilung der Gesellschaft in verschiedene Gruppen.
Es besteht eine feste Hierachie zwischen den verschiedenen Kasten, die eine ist der nächsten untergeordnet. Brahmins sind ganz oben, Dahliths ganz unten. Innerhalb dieser Hauptgruppen gibt es dann noch einmal unzählige hierarchische Untergruppen.
Das Kastensystem wurde offiziell zwar schon 1947 mit der Unabhängigkeit Indiens abgeschafft, bis heute gibt es aber eine Politik der „positiven Diskriminierung“. Das heißt, dass Menschen sich immernoch gemäß ihrer Kastenzugehörigkeit identifizieren und auch dementsprechend vom Staat behandelt werden. Wenn man beispielsweise der Kaste der durch das System bis heute eher ungebildeten Dahlits angehört, hat man die Möglichkeit, Stipendien vom Staat zu bekommen, oder mit schlechteren Noten einen Studienplatz zu ergattern.
Die verschiedenen Kasten vermischen sich bis heute nicht viel. Menschen aus verschiedenen Kasten heiraten einander nicht. Wenn ein Mädchen oder Junge der Dalits trotzdem einen Partner aus einer höheren Kaste heiraten möchte, kommt es nicht selten zur Ermordung des Daliths. Obwohl solche Morde natürlich eigentlich illegal sind, werden sie in über 90% der Fälle nicht aufgeklärt aufgrund des bürokratischen Aufwandes und fehlender Beweise.

Mister Rosario erzählt uns viel von seiner Arbeit und es ist wirklich tolle Abeit, die er leistet. Die Schule mit Heim, in der wir wohnen ist nur eines seiner vielen Projekte, denen er sein ganzes Leben gewidmet hat.
Als Angehöriger der Dalits, musste er seit seiner Kindheit Diskriminierung ertragen. Ihm wurde verboten, durch sein Nachbardorf zu laufen, durch das er laufen musste um zur Universität zu kommen. Um diese Ungerechtigkeiten zu bekämpfen, ist er Anwalt geworden. Die indische Verfassung sei eine sehr gute Verfassung, in der das Kastensystem abgeschafft ist, aber es sei nicht leicht sie gegen korrupte Offizielle und die Gesellschaft durchzusetzen. Und genau das hat er sich zur Lebensaufgabe gemacht. Er hat Prozesse geführt gegen das Dorf, durch das er nicht laufen durfte, gegen die Kirche, weil sie sich nicht an die Verfassungsmäßigen Rechte der Dalits hielt, gegen Schulen, die sich weigerten Dalits aufzunehmen. Anwalt ist er nun seit 1993, doch schon 1987 , mit gerade einmal 17 Jahren, hat er POPE gegründet, die Organisation, zu der das Kinderheim gehört (hier geht es zur Website). Angefangen haben er und seine Mitbegründer damit, dass sie in die kleinen Verstreuten Dalit-Dörfer gingen und den Leuten dort ihre Rechte erklärten. Erst 2002 wurde mit Unterstützung aus Europa die erste Schule gebaut. Heute ist er ein bekannter Anwalt, seine Herzensangelegenheit sind Menschenrechte. Er ist stolz auf seine Errungenschaften, wenn er heute Dalit-Kinder unbehelligt durch sein Nachbardorf laufen sieht, macht ihn das glücklich.

Durch sein Lebenswerk hat er uns etwas beigebracht, das man als ambitionierter Jugendlicher nur schwer akzeptieren kann: Gut Ding will weile haben.
Es ist ein langsamer Prozess, aber wenn man nicht kämpft und denkt man kann alleine nichts ausrichten, hat man schon verloren. (An dieser Stelle viele Grüße an Klaus 😉 )

Kleine Reflexion

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Zeitsprung.

Ich liege auf dem Dach, schaue in den Himmel und merke wie Indien mich verändert. Ich bin unglaublich entspannt. Es gibt hier keine Deadlines, keine Klausuren und keine Verpflichtungen und das tut Gut. Mir fällt auch auf wie oft und lange ich in Deutschland an meinem Handy gehangen habe, und wie schlecht es mir deswegen ging. Diese Sucht-Probleme habe ich hier nicht, weil es den ganzen Tag Input von den Kindern gibt, und es dann Abends auch mal gut tut abzuschalten. Wir haben zwar sogar eine Sim-Karte mit Internet-Flatrate Geschenkt bekommen, aber ich benutze sie nicht oft. Es werden mal Lebenszeichen an Freunde und Familie geschickt, aber ich bin nicht wie in Deutschland bis zum einschlafen am Handy. Indien tut mir Gut.

Noch ein Sound of India, die Geräusche der Nacht auf dem Dach des Schulhauses:

Die Kinder sind da!

(nach oben)
Am nächsten Tag geht es wieder los, eine Horde Kinder wartet im Hof auf uns und ruft uns schon sobald unsere Tür sich nur einen Millimeter bewegt zu! (Ohne Witz, wir konnten nichtmal unsere Türklinke runter drücken, ohne dass plötzlich 20 Kinder unten im Hof standen.) Die Kinder genießen es unheimlich, uns alle möglichen Tamil-Klatschspiele beizubringen, oder unseren Tamil-Wortschatz aufzustocken. Wir haben den Kindern auch ein bisschen Musik gezeigt. Von House und Rock waren sie begeistert, von Blasmusik eher weniger… :

Sie haben uns dann lieber ihre Musik gezeigt. Von den indischen Tänzen war ich mit am meisten beeindruckt, muss ich sagen. Ich habe es total genossen, mitzutanzen, obwohl ich wahrscheinlich inmitten der geübten Kinder mehr wie ein unglücklich deplaziertes Walross als irgendwas anderes aussah (Schon.. aber es ging– Anmerkung von Tim). Die Leidenschaft, mit der die Kinder diese Tänze vorgeführt haben, war beeindruckend, ganz ohne Lampenfieber oder Scheu. Sie haben, ohne dass irgendjemand sie ein zweites Mal fragen müsste, einfach die indische Musik angeworfen und voller Energie und Leidenschaft losgelegt, das war echt ansteckend! Da konnte ich, als..etwas feierwütige Person (höhöh) gar nicht mehr auf meinem Stuhl sitzenbleiben.

Wer weiß, ob sich das mit dem Erwachsenwerden und der weiteren Sozialisierung noch ändert, oder ob das hier etwas kulturell veranlagtes ist, dieses kein-Lampenfieber-haben.. das werden wir wohl noch sehen.

Noch etwas ist mir aufgefallen bei den Kindern, was in Deutschland ziemlich anders ist: Die Art, wie man Fremde begrüßt. Die Kinder sind so zwischen 7 und 15 Jahren alt. Soweit Ich das bis jetzt in Deutschland erlebt habe, würden keine kleinen Kinder, geschweige denn Jugendliche, unverfroren auf einen Wildfremden aus einem anderem Land zugehen, der kaum seine Sprache spricht und ihn sofort mit Fragen löchern und zum Mitspielen zerren. Das macht man bei uns einfach erst mal nicht, das kommt doch schon seltsam rüber. Man guckt ihn sich erst mal an, gewöhnt sich daran, dass er da ist und später fragt man den Fremden mal nach seinem Namen, wo er herkommt und vielleicht noch ein paar andere Sachen.

Kontrast Indian-Style-Begrüßung: Man überrennt die fremde Person fast, fasst ihre Haut an, weil sie so faszinierend anders ist, zerrt sie von einem Ort zum nächsten, weil man ihr unbedingt alles zeigen will und ist traurig, wenn der Fremde beim nächsten Spiel nicht in seiner Mannschaft ist. Man benutzt sein kleines bisschen Rest-schminke, um das Gesicht der Fremden auch noch schön zum Glitzern zu bringen. Was ein Unterschied! Ich muss zugeben, am ersten Tag war das Tim und mir alles viel zu viel, jedoch entwickelt man schnell Strategien, wie man mit der Horde von Kindern, die alle gleichzeitig deine Aufmerksamkeit wollen, umzugehen hat. Dann sind die Kinder natürlich immer noch anstrengend, jedoch siegt ihre endlose Freundlichkeit und Neugierde gegenüber dir dann am Ende. Und sie sind einfach wirklich SO süß!

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Die kleine Priah

Hier haben sie für uns gesungen:

Ein krasses Erlebnis im Dorf

(nach oben)
Am zweiten Tag im Kinderheim, dem dritten Tag von Pongal, dem Tag der Kuh, (die Kühe werden gewaschen und ihre Hörner bunt angemalt) wurde uns dann gesagt, wir würden mit Mister Rosario zu einem Dorf fahren, um dort mit dem Dorf den dritten Tag des Pongal zu feiern. Mehr wurde nicht verraten. Also stiegen wir unwissend in den Jeep ein und fuhren etwa 20 Minuten lang geradewegs ins Nirvana der indischen Landschaft hinein. Nur noch hier und da waren kleine, traditionell gebaute Lehmhütten am Straßenrand zu sehen, sonst nichts. Als wir dann endlich beim besagten Dorf ankamen, erwartete uns eine krasse Kulisse: Etwa 40 Kinder und Erwachsene, alle total schön rausgeputzt, erwarteten uns schon aufgeregt. Wir stiegen etwas unsicher aus dem Auto und wurden mit dem Auftragen eines roten und gelben Hindi-Punktes begrüßt, eine große Ehre. Dann geschah etwas krasses. Zwei Jungs fingen an zu trommeln, uns wurden Blumen überreicht und signalisiert, wir sollen loslaufen. Als Kopf der Zeremonie mit den Trommlerjungs vor uns wurden wir nun durch das Dorf geführt, vor uns verbreiteten zwei Mädchen Blumen auf dem Weg und hinter uns fing die Brigade an Kindern an zu singen. Alle Menschen des Dorfes hatten sich am Straßenrand versammelt und strahlten uns an, winkten uns und freuten sich so, als wir zurückwinkten. Diese Freude der Menschen, diese unendliche Gastfreundlichkeit, die uns entgegengebracht wurde! Einfach nur weil wir da waren! Wir hatten nichts für diese Menschen getan, und trotzdem brachten sie uns eine unbeschreibliche Liebe entgegen, einfach nur weil wir Menschen sind und mit ihnen gerade den Moment lebten. Ich muss sagen, ich sehe mich als Menschen, der nicht gerade nah am Wasser gebaut ist, aber ich war da kurz vorm Heulen. Tränen in den Augen hatte ich von Anfang bis Ende, und ich musste echt kämpfen die Tränen zurückzuhalten. Alles war so überwältigend, so schön.

The village

Mir fiel etwas ein, das Father Roy uns gesagt hatte:

„In Indien ist es egal, wie schlimm dein Leben gerade aussieht, oder wie arm du bist. Du lebst. Und das Leben gehört ausgiebig gefeiert! Hört auf so deutsch zu denken. In Indien tut man nicht jemandem einen Gefallen, weil man etwas zurück erwartet. Nein, man ist einfach nur freundlich zu seinen Mitmenschen, die Menschen erwarten gar keine Gegenleistungen von euch für das was sie tun, sie tun es einfach!“

Unglaublich.

Am Ende der Parade durch das Dorf wurden wir zu den einzigen Stühlen geführt, die bereitstanden. Also setzten sich Tim, Mister Rosario und ich hin und genossen eine Vorführung von den Kindern, bestehend aus vielen Tänzen, Spielen und Reden. Nachdem alles vorbei war, kamen die Kinder neugierig auf uns zu und wollten alle unsere Namen lernen und ganz viele Selfies mit uns machen! Haha. Das wurde natürlich auch erledigt. Eines davon ist jetzt unser Cover-Bild von der Website. Als wir dann wirklich schon seit 10 Minuten gehen mussten, wollten die Kinder uns immernoch kaum loslassen! „Sister, a Hug! Brother, a Kiss!“ Ich glaube ich habe etwa 25 Kindern innerhalb von 3 Minuten einen Kuss auf die Wange gedrückt und mindestens doppelt so viele zurückgekriegt, 20 Umarmungen verteilt und zwei Kniffe in die Wange gekriegt, bis wir es dann endlich ins Auto geschafft hatten und allen noch beim Wegfahren schön winkten, während die Kinder dem Auto noch hinterherrannten.

Nur den Kopf gerade halten!Nur den Kopf gerade halten!

Im Auto waren wir dann erst mal richtig platt, ich sags euch! Wir wussten kaum wohin mit all dieser Wärme, die wir erlebt hatten und fühlten uns einfach glücklich und zum hundertsten mal dankbar, dass wir diese Indien-Fahrt machen durften.

Der Kreis schließt sich

(nach oben)
So, also bevor uns noch irgendwas total cooles einfällt, über was wir berichten könnten, machen wir jetzt mal zum Schutz der Leser schluss, ich glaube das reicht so langsam erst mal 😀

Ohja, aber um den Kreis zu schließen: In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag nahmen wir den Nachtzug nach Mettupalayam, wo uns dann Mister Alphonse, der Chef von Island Trust, um 6 Uhr in der Früh vom Bahnhof abholte, um uns zum 2000 Meter hochgelegenen Island-Trust-Standpunkt in Kotagiri zu bringen.

Ich hoffe ihr habt die kleine Achterbahn der Gefühle genossen, bis bald. <3

P.S.: Alle Bilder in voller Pracht gibt es jetzt in unsrer neuen Galerie und unsre Newsletter gibt es auch noch … wenn ihr versteht … *hust* abonnieren *hust* weiterempfehlen *hust*.

200 Gedanken zu “So viele Eindrücke!

  1. Guten Abend Ihr Zwei. Es ist soooo schön, Euch bei Eurem Abenteuer begleiten zu dürfen und es hat jetzt schon Suchtfaktor auf den nächsten Beitrag zu warten. Bin sehr stolz auf Euch alles Liebe Anja

  2. Hallo Ihr zwei, schön wieder was von euch zu lesen. Ich habe wieder viel gelacht beim Lesen und den Klos im Hals habe ich auch gespürt. Noch viel Spaß und tolle Begegnungen. P.S. Danke Adriana für’s Aufpäppeln von Tim 😉

  3. Bei euch ist schon fast Schlafenszeit. Wie gut schläft man nach so viel Abenteuer ? Ist es bei euch warm, heiß oder schwül. Habt Ihr Sonne oder Regen ?
    Schön euere ausführlichen Berichte zu lesen. Es gäbe so viele Fragen. Ich freue mich schon auf den nächsten Bericht. Bleibt gesund und gut behütet.
    Gruß Oma

  4. Euer Schreiben finden wir fantastisch. Wir fragen uns nur, woher nehmt ihr die Zeit zum Schreiben. Eigentlich habt ihr doch keine ? Aber wir freuen auf die nächsten Berichte. Vor allem bleibt gesund und habt viel Spaß.
    Bis bald

  5. Hallo Tim und Adriana, ich bin sehr froh, dass ich mich bei eurem Newsletter angemeldet habe. Ich lese eure Berichte und bin total beeindruckt. Ich freue mich, dass es euch so gut gefällt und ihr das alles erleben dürft. Die Berichte sind so gut geschrieben, dass ich manchmal denke ich bin dabei. Freue mich schon von euren nächsten Erlebnissen zu lesen. Viel Spaß noch und passt gut auf euch auf. Liebe Grüße Petra und Dieter

  6. Liewe Adriana en Tim, Ek het nie geweet jy kan só mooi skryf nie!! Dit lyk en klink na ´n wonderlike erfaring. Ai, jammer ons kan nie al die reuke ruik van die kos en die lug daar nie. Ek wonder hoe dit nou met julle in die nuwe skool gaan? Jy moet maar vertaal. Ek is nie lus dat almal vir my duits lag nie!! Ons bid vir julle. Baie lief vir jou. Mamma

  7. Das ist schön und bunt ! Die Idee mit den Geräuschen gefällt mir .
    Ihr habt so interessante, lustige Texte geschrieben; macht Spaß, sie zu lesen.

    Euch beiden alles Gute und ein prima neuesJahr am anderen Ende der Welt……

    Herzlich
    Beate Wilhelm

  8. Ach, da fällt mir noch was ein: Hab ich dir nicht gesagt, dass du einen golden-grünen Sari bekommen wirst ? Ja, liebe Adriana, er steht dir ja so gut- du siehst umwerfend aus !

    Auch du, lieber Tim, bist ein Hingucker in deinen schicken „Wickelhosen“ !

  9. Hallo Adriana, ich freue mich sehr für Dich, dass Du so eine schöne, interessante Zeit in Indien verbringen kannst und lese Deine Berichte sehr gerne. Weiterhin eine gute Zeit und gesunde Rückkehr nach Beerfurth.

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